Artfusion

Das Konzept von Artfusion besteht darin, Lyrik mit Neuer Musik und Jazz zu verbinden. Die Besetzung dieser ungewöhnlichen Formation besteht aus der Schauspielerin Marita Breuer, ihrem Bruder, dem Pianisten Wolfgang Breuer und dem Vibraphonisten Matthias Strucken.

 

Foto Kollwitz-Artfusion

Marita Breuer spricht und liest Texte, während Wolfgang Breuer und Matthias Strucken diese – mal zeitgleich, mal abwechselnd – vertonen. Dabei reicht ihre musikalische Sprache von Jazz über auskomponierte Neue Musik bis hin zu freien und improvisierten Passagen. Gerade auch die Duo-Besetzung mit Klavier und Vibraphon ermöglicht den Musikern ein großes Maß an musikalischer Kommunikation und Interaktion.

Die Breite des Ausdrucks- und Klangspektrums von Artfusion spiegelt sich in der Vielfalt der Programme wieder, die sie bis jetzt auf die Bühne brachten.

So beruht Lyrik und Jazz auf dem Wechsel zwischen atmosphärisch intensiven Gedichten von Rose Ausländer sowie Paul Celan und teils fragilen teils eisig erstarten Klangbildern. In ihrem Käthe-Kollwitz-Programm werden autobiographische Texte der Künstlerin von der Musik weitergesponnen, während Rhythmus – Farbe – Klang die Klang- und Bilderwelten von Arnold Schönberg und Wassily Kandinsky ins Zentrum stellt.

Diese musikalisch-lyrischen Projekte wurden u.a. im Theater Aachen, auf Schloß Burgau bei Düren, beim Festival Literatur in den Häusern der Stadt (Düsseldorf), sowie im Käthe-Kollwitz-Museum und Museum Ludwig, Köln aufgeführt.


Klangbeispiele Käthe-Kollwitz-Programm:

September 1938

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Ende

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Klangbeispiele Ausländer-Celan-Programm:

Buchenblatt (Rose Ausländer)

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Ich hörte sagen (Paul Celan)

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Dennoch Rosen (Rose Ausländer)

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Klangbeispiele Schönberg-Kandinsky-Programm:

Wirkung der Farbe, Grün

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Wirkung der Farbe, Rot

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KollwitzArtfusion

Die Künstler

Marita Breuer (Köln) hatte nach ihrem Schauspielstudium an der Folkwang-Hochschule Essen ihr erstes Engagement am Stadttheater Gießen. Danach arbeitete sie mit namhaften Regisseuren wie Hans Günter Heyme (Aalto Theater Essen), Roswita Kemper (Schauspielhaus Düsseldorf), Ernst Wendt und Horst Siede (Schauspielhaus Köln). Fernsehzuschauern ist Marita Breuer bekannt durch die Rolle der Maria in dem 11-teiligen Fernsehfilm Heimat von Edgar Reitz. Dafür wurde sie mit dem bayerischen Filmpreis und dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche Fernsehauftritte wie Das Winterhaus (Regie: Hilde Leermann, Grimmepreis), Marleneken (Regie: Karin Brandauer), Deutschlandlied (Regie: Tom Toelle). Von 2000 bis 2005 war Marita Breuer festes Ensemblemitglied am Theater Aachen unter der Oberspielleitung von Michael Helle. Seit 2005 arbeitet sie wieder als freiberufliche Schauspielerin überwiegend vor der Kamera (u.a. in Tatort).

Wolfgang Breuer (Düren) emeritierter Professor für Ensembleleitung, Jazzharmonielehre, Arrangement und Improvisation an der Musikhochschule Köln. Studium: Schulmusik, Komposition, Musikwissenschaft und Philosophie. Komponist, Arrangeur und Dirigent beim Jugendjazzorchester NRW (Schallplatten- und CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernsehauftritte, Konzertreisen in Europa sowie nach Afrika, Kanada, USA, Mittel- und Südamerika, Indien, Australien, China, Süd Korea). Kompositionen für Ensemble und Orchester. Arrangements für Schallplattenaufnahmen mit dem Rundfunkorchester München. Musik für Hörspielproduktionen beim WDR und dem Österreichischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Dieter Kühn. Musikproduktionen beim Norddeutschen Rundfunk als Dirigent und Arrangeur der NDR-Bigband. Interkulturelles Musikprojekt in Weißrussland mit der Philharmonie Minsk und dem Landesjugendjazzorchester NRW (LJJO). Veröffentlichung: Improvisation – Eine systematische Anleitung für alle Instrumente (Zimmermann Musikverlag, Frankfurt).

Matthias Strucken (Köln) studierte Schulmusik, Jazz-Vibraphon (Diplom-Musiker und Diplom-Musikpädagoge) und absolvierte Konzertexamen an der Musikhochschule Köln bei Prof. Tom van der Geld. Er war langjähriges Mitglied im LJJO NRW und im BuJazzO und arbeitete u.a. mit David Friedman, Barbara Dennerlein, Paul Kuhn, Klaus Doldinger, John Taylor und Phil Woods zusammen. Außerdem wirkte er in diversen Klassikaufführungen, Hörspielen, Kinofilmen (u.a. „Die Wilden Hühner“), Neue Musik- und Theaterprojekten mit, war Dozent und Juror bei dem Landeswettbewerb „Jugend Jazzt“ in Hamburg und der gleichnamigen Bundesbegegnung. 2004 war der Vibraphonist Stipendiat der „Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis“ bei Heidelberg. Neben Auftritten in Deutschland konzertierte Matthias Strucken bereits in Ungarn, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Griechenland, Spanien, Weißrussland, Süd Korea und Mexiko. Neben seiner aktuellen Unterrichtstätigkeit ist er Dozent der Vorbereitungskurse auf die Aufnahmeprüfung (Schulmusik und Jazz) in Köln und als freiberuflicher Musiker tätig. Er ist Bandleader der Gruppen Matthias Strucken Swingtett, Con Mucho Gusto und jazz3.